Ein beeindruckender Dokumentarfilm

In der Mediathek von 3 Sat habe ich gesehen: "Natur - die Geschichte unseres Planeten". Produziert von Yann Arthus-Bertrand

Yann Arthus-Bertrand stellt die entscheidende Frage: Wie lange können wir diese Schönheit und unseren einzigartigen Planeten noch bewahren?

Hommage an unseren Planeten

Er erzählt aus seiner persönlichen Sicht heraus, wie der Planet entstand, sich entfaltete und wir daraus ein Heim für acht Milliarden Menschen machten. Und wie all das auf dem Spiel steht, weil wir (??) es übertrieben, die Natur überfordert und über alle Maßen ausgebeutet haben. Der Film zeigt uns das Leben auf der Erde – in all seiner Pracht, Verletzlichkeit und Widersprüchlichkeit.

Es ist eine Hommage an unseren Planeten, aber auch ein eindringlicher Appell des Filmmachers, Verantwortung zu übernehmen. Denn eines steht fest: Einen Planeten wie die Erde gibt es nur einmal.

Bertrand erzählt die Geschichte unseres Planeten neu

Um die unermessliche Vielfalt der Erde in Bildern einzufangen, reicht ein einzelnes Filmteam nicht aus. Bertrand macht aus dieser Herausforderung eine Stärke: Mit Unterstützung Dutzender Filmemacherinnen und Filmemacher aus aller Welt entstand ein visuell überwältigendes Werk –  Der Film beeindruckt nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch. Mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Stilmitteln – von hochauflösenden Makroaufnahmen bis hin zu spektakulären Drohnenbildern entsteht ein Werk, das Kunst, Wissenschaft und Engagement vereint.

Von den Gletschern der Arktis bis in die Wüsten Afrikas, von den größten Meeressäugern bis zu den kleinsten Insekten, von Menschen in Europa bis in die Mongolei und nach Indien – Bertrand erzählt die Geschichte unseres Planeten neu: Wie der Mensch mit seiner Kreativität und Technik Naturkräfte gebändigt, Städte geschaffen und ganze Landschaften geformt hat – und wie er nun an einem Scheideweg steht. (Wachstum ist immer noch das wirtschaftliche Bestreben....)

 Mich hat der Film fassungslos zurückgelassen: Die Fakten sind seit langem bekannt. Doch in dieser intensiven Darstellung ist es ein berührendes Erlebnis. Die Natur kann ohne den Menschen auskommen. Umgekehrt nicht. Doch was tun ? Am Schluss werden als Hoffnungsschimmer einige Statements von Frauen eingeblendet. Eine ausführliche Darstellung gibt es hier zu sehen. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt .....

Hummelstein

 Nach Schnee, Frost und Regen ist nun das Frühjahr angekommen. Ich hab erst mal meine drei kleinen Beete und den Kasten für die Gewürzpflanzen wieder hergestellt. Dann war auch das Pedelec dran mit kleinen Touren in der Umgebung. (köstlichen Trinkjogurt im Milchhäusle von Kreppendorf und erstes Eis in Veitsbronn genossen ...). 

Hummelsteiner Schloss 
Auch mit dem ROLLZ hab ich Geli wieder rausgeschoben. Unter anderem gestern zum Hummelsteiner Schlösschen. Dort gibt es jetzt einen neuen Eingang zum Park mit Rampe gleich bei der Gaststätte.(Apfelküchle waren gut) Auch der Kiosk im daneben liegenden Biergarten war offen und das Gelände gut besucht, aber nicht überlaufen.


Patrimoniale Herrschaft

 In diesem sehr interessanten Artikel in den Blättern wurde sehr einsichtig dargestellt welche Mechanismen die Regimes von Trump, Putin, Orban, Modi, Erdogan ... bestimmen. Es geht um Patrimonialismus. Zitat aus dem Artikel "Mafiaboss im Weißen Haus"Patrimonialismus ist weniger eine Regierungsform als ein Regierungsstil. Er ist nicht durch Institutionen oder Regeln definiert; eher ist es so, dass er alle Regierungsformen dadurch infizieren kann, dass er unpersönliche, formale Autoritätsbeziehungen durch personalisierte, informelle ersetzt. Er basiert auf individuellen Loyalitäten und Verbindungen sowie darauf, dass Freunde belohnt und Feinde bestraft werden. Er findet sich nicht nur in Staaten, sondern auch bei Stämmen, Straßengangs und kriminellen Organisationen. In seiner Regierungsgestalt zeichnet sich der Patrimonialismus dadurch aus, dass der Staat so geführt wird, als sei er das persönliche Eigentum des Führers oder ein familiengeführtes Unternehmen. Er findet sich in vielen Ländern, aber sein wichtigster Vertreter in der Gegenwart war Wladimir Putin – bis zum 20. Januar 2025. In der Anfangszeit seiner Herrschaft führte er den russischen Staat als seine persönliche Gang. Die staatliche Bürokratie und private Unternehmen funktionierten weiterhin, aber das tatsächliche Prinzip der Regierung war: Stell Dich mit Wladimir Wladimirowitsch gut …, sonst gibt’s was.


Am Schluss des Artikels wird eine Lösung angeboten: Brauchen die Demokraten eine eigene positive Botschaft? Sicherlich sollten sie daran arbeiten. Aber jetzt gerade, da sie nicht an der Macht sind und Trump der capo di tutti capi ist, deutet die Geschichte patrimonialer Herrschaft darauf hin, dass der effektivste Ansatz für sie ist, immer und immer wieder auf die Botschaft zu setzen, dass er korrupt ist. Eines ist sicher: Er wird ihnen reichlich Anlässe dafür geben.

Holzbildhauerei

 Gestern die Ausstellung Holzbildhauerei im Kunstmuseum Erlangen gesehen. Nicht so klein und dazu noch fein

Clemens Heinl

Franz Weidinger

Hermann Frauenknecht

Christoph Bäuml

Nadine Elda Rosani

Harald Kienle

Katalog lohnend (15 Euro)

Werner Tübke

 Gestern sah ich in der Mediathek einen Film über das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen. (nur noch bis Mai zu sehen!) Kurzform in Audio hier ...

Wiki: Das Bauernkriegspanorama ist ein monumentales Panoramabild über den Bauernkrieg mit dem Titel Frühbürgerliche Revolution in Deutschland des Leipziger Malers Werner Tübke. Es befindet sich im Panorama Museum, einem eigens dafür errichteten Gebäudekomplex, auf dem Schlachtberg bei der thüringischen Kleinstadt Bad Frankenhausen am Fuße des Kyffhäusergebirges. Das Werk entstand in den Jahren 1976 bis 1987, ursprünglich zum Gedenken an den Deutschen Bauernkrieg und den Bauernführer Thomas Müntzer. Mit einer Fläche von 1722 m² zählt es zu den größten Panoramen der Welt.


Aus der Website des Museums: Ein Bilddom der Superlative - 14 Meter hoch und 123 m im Umfang. Über 3.000 Figuren und 75 Schlüsselszenen, die es zu entdecken gibt. Man kann dieses Panorama hier als Bildsaaltour verfolgen ! Dazu vielleicht noch im Podcast 30 Minuten Kunst einige guten Erklärungen . 

Tübke 1991

Der Künstler Werner Tübke war ein Phänomen. In einer Ausstellung 2017 in Zwolle wurde darauf hingewiesen: „Werner Tübke (1929–2004) – Meister der Malerei zwischen Ost und West“ ist die erste große Übersichtsausstellung zu Werner Tübke (1929–2004), dem Fahnenträger der „Leipziger Schule“, außerhalb Deutschlands. Das DDR-Regime beäugte Tübke anfangs sehr kritisch, gestand ihm aber ab den 1970er-Jahren einen größeren Freiraum zu. Seine ersten Staatsaufträge erhielt Tübke bereits in den 1950er-Jahren. Im Jahr 1976 erhielt er den bedeutendsten Auftrag in der Geschichte der DDR-Kunst überhaupt, nämlich in Bad Frankenhausen ein Panorama zur Frühbürgerlichen Revolution in Deutschland zu malen. Es sollte eines der größten Gemälde der Welt entstehen. Dennoch war er kein Propaganda-Künstler. Er übertrug aktuelle Themen in zeitlose, im Stil der Renaissance oder des Manierismus gemalte Allegorien, die seine Kunst von der Politik abhoben. Seinen künstlerischen Wert vermochte Tübkes virtuoses, häufig theatralisches und stets eigenwilliges Werk daher auch nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 weiter zu behaupten. In Zwolle präsentiert das Museum de Fundatie an die hundert seiner Gemälde, darunter sämtliche Höhepunkte seines Œuvres inklusive der fünfzehn Meter langen Vorstudie seines Panoramas zum Deutschen Bauernkrieg, der Serie Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze und des Entwurfs für Arbeiterklasse und Intelligenz in der Universität Leipzig.

1961

1966

1977 als Marionette

1988 Selbstbildnis
Im Städel Frankfurt war letztes Jahr noch eine kleine Ausstellung . Ein Porträt vom MDR gibt es hier . Das Germanische Nationalmuseum soll sein Erbe verwalten ?