Kriminalkommissar Sörensen (Bjarne Mädel) leidet unter einer Angststörung und flüchtet aus Hamburg in die friesische Kleinstadt Katenbüll. Statt Beschaulichkeit warten Niederträchtigkeiten auf ihn, statt auf die Nordsee blickt er in menschliche Abgründe. Sörensens rettende Anker sind seine Kollegin Jennifer Holstenbeck (Katrin Wichmann) und der ihm zugelaufene Hund Cord. Bjarne Mädel führt Regie und spielt die Hauptrolle in den schwarzhumorigen Krimis nach den Romanvorlagen von Sven Stricker.
Die Sörensen Filme leben sehr über die Dialoge z.B. :
Eric Leimann wertet: „Weil dem Regisseur Bjarne Mädel die deutsche Krimiflut mindestens ebenso auf die Nerven geht wie vielen anderen Schauspielern, versucht er typische Krimiszenen anders darzustellen als gewohnt. In Sörensen fängt Feuer wird die komplexe Auflösung des Falles statt durch endlosen Info-Dialog in Form einer Theater-Performance vollzogen. Und das funktioniert, ohne dass es "gaga" wirkt. Unterhaltungsfernsehen kann manchmal mehr als man denkt.“
Am Freitag mit Klaus ins Rednitztal bei Stein. Mit Sophie war ich 2021 per Rad dort. Ansonsten komm ich öfter vorbei, da man von Fürth aus jenseits des Autoverkehrs schöne Touren unternehmen kann. Zu Fuß kann man längere Zeit auf Pfaden entlang des Flusses gehen. Man kommt an der Gerasmühle vorbei und wir sind rein nach Eibach zum Essen. Zeitenwende, eines der wenigen fränkischen Lokale, das noch mittags geöffnet ist ...
Die Gerasmühle hat eine lange Geschichte als Produktionsort. Heute teilweise "lost place" und dann wieder einige Sanierungen, sogar mit Neubau.
So sah es z.B. vorne an der Straße vor Jahren aus:
Der damalige Besitzer hat sich mit dem Bauamt rumgeschlagen:
Die
neuen Räume sind phantastisch, alles ist geordneter, eignen sich
sehr für die riesigen Bilder von Kiefer. Da werden es kleinere Werke
einmal schwer haben....(Kommentar einer Besucherin)
altes Brauereigelände von oben
Ich hab mir die Sachen erst mal ohne Unterlagen und audio guide angesehen. In den Katalog hab ich reingespitzt, einiges fotografiert und die guten großformatigen Erklärtexte zum Schaffen des Künstlers zur Kenntnis genommen. Er gehört also zu den zehn bekanntesten Gegenwartskünstlern im Gestaltungsbereich weltweit . Außerdem preiswürdig - auch finanziell ... Mich hat es erstmal nur von der Dimension her beeindruckt. Von der Machart und den Ideen her teilweise sehr verschlüsselt.
„Kunst“,
sagt Kiefer, „hat immer auch mit der Aneignung des Unbegreiflichen
zu tun (…). Ich bin kein Maler wie Matisse oder Delacroix, ich
benutze Materialien als Farben und Farben als Substanzen (…) und
die Materialien haben (…) in sich eine spirituelle Bedeutung.“
Etwas geschwurbelt heißt es dann noch von den AustellungsmacherInnen:
Seine
malträtierten, Asche, Feuer, Sturm und Regen ausgesetzten Werke
sind Aufführungsorte seiner Freilegungen – und die vermeintliche
„Verwüstung“ der gewaltigen Bildflächen ist weniger als ein
Spiegelbild der alle Maße sprengenden Zerstörung, die die
Menschheit sich selbst und der Erde antut, zu verstehen denn als
Sinnbild einer Rückeroberung und des letztlich längeren Atems der
wilden Natur.
Ich hab mich aber heute noch weiter mit dem Künstler und seinen Aussagen beschäftigt, warte aber erst mal ab, ob ich den Film von Wim Wenders bekomme, bevor ich in Spuren näher ausführen werde ...
Eigentlich fing es damit an, dass ich wissen wollte, ob auf dem liegenden Herz vor dem Ehebrunnen am Rolltreppenaufgang der U-Bahn Station Weißer Turm das ganze Gedicht von Hans Sachs über die Ehe draufsteht ...
Terrier wie ich bin, hat sich dann das Ganze ausgeweitet: Ich beschäftigte mich mit der Entstehungsgeschichte des Brunnens und bestellte die noch antiquarisch vorliegende Veröffentlichung des Machers Jürgen Weber (Bildhauer 1928 - 2007)
Als das Wasser am 1.Juli 1984 aufgedreht wurde, hatte der Hans-Sachs-Brunnen schon einiges hinter sich. Ursprünglich sollte ja nur ein Lüftungsschacht überdeckt werden, doch die Arbeit des Braunschweiger Professors Jürgen Weber spaltete Politik und Bevölkerung. Sogar ein Baustopp wurde verhängt.
Zu teuer fanden die einen das Kunstwerk, das über zwei Millionen D-Mark kostete. Andere hielten es für zu groß, zu ordinär. Der NN-Kritiker urteilte vernichtend. „Ein solches Ausmaß an Disproportion von materieller und handwerklicher Investition auf der einen und geistigem Gewicht des Bildgegenstandes auf der anderen Seite dürfte es in der Kunst diese Jahrzehnts nicht noch einmal geben, zumindest nicht in Deutschland.“
Und was hielten die Nürnberger davon? „Schee is des net. Is halt ä Kunstwerk“, hatte damals eine Passantin gemeint, und ein anderer hat gesagt: „Ich glaube, der schaut nicht mehr lange so aus, außer er wird rund um die Uhr bewacht.“
Heute immer noch Fotomotiv und Videoerinnerung (hier wenigstens als Brunnen in Betrieb)
In der Veröffentlichung des Professors aus dem Jahr 1985 setzt er sich mit seinen Kritikern auseinander und fährt wiederum schwere Geschütze gegen moderne öffentliche Kunst auf: All die Künstler heute, die sich mit Kuben, Quadraten und Rastern dieser Schwierigkeit (er meint Bilder- und Themenfindung), entziehen sich einer ganz wesentlichen künstlerischen Aufgabe: Für unser Leben Bilder zu finden und nicht nur interessante oder meistens uninteressante Strukturen oder Materialanreize. Wieviel Künstler wurden abstrakt, weil ihnen thematisch nichts einfiel?
In dem Wiki Artikel über Weber kann man nachlesen welche Konflikte und Strömungen es während seiner Zeit als Professor an der TU Braunschweig gab . U.a. Weber machte sich mit seinen Veröffentlichungen, Interviews, Aufsätzen und Vorlesungen vernehmbar zur Gegenstimme und besetzte die Gegenposition zum, von ihm so bezeichneten, Kunstbetrieb. Er erntete von Vertretern nichtfigürlicher Kunstauffassungen massiven Widerspruch, der vereinzelt auch diffamierend und persönlich war. Aus Kreisen seiner Widersacher gab es offenen Widerstand gegen die Aufstellung seiner Bildwerke und dann sogar auch gegen die angemessene Einbindung in den öffentlichen Straßenraum
"Kunst kommt von Können , nicht von Wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen." (Karl Valentin)
Gestern mit Inken und Kim Wanderung bei Rupprechtstegen. Durchwachsenes, kühles Wetter , aber wir hatten Glück. Zuerst an der Pegnitz entlang bis Lungsdorf. 1.Rast mit Vesper aus dem Rucksack am Unterstand des "Schönsten Arsch der Welt" mit von Kim und Inken . Der Kiosk ist zu dieser Jahreszeit ja geschlossen, aber wir saßen gemütlich und haben bei der guten Überdachung die zwei großen Schauer überstanden. Eine Männergruppe aus Ulm hat am Nachbartisch auch gevespert und Schnaps spendiert. Dann ging es weiter ins Kipfertal . Dort viel zu früh abgebogen auf den Berg, aber den Wanderweg ins Ankatal nach einer Zeit trotzdem erreicht. Der erste Pfad dort war recht glitschig und Stecken wären jetzt nicht schlecht gewesen. Nichts passiert... Zur Andreaskirche sind wir nicht, sondern den breiteren Weg runter ins Tal. Am Parkplatz am Unterstand der Raststelle nochmal gevespert und den nächsten Schauer wieder überstanden.
Es hellte auf und zum Abschluss dann noch nach Simonshofen ins Dorfcafé und einen Tisch in der Stube gefunden. Ein runder Tag ....
Hier noch einige andere schöne Wanderungen von den Sonntagswanderern