Mit Long nach Obersulzbach

 Wir hatten das schon lange vor: Mit meinem alten Freund Long bin ich gestern in seine alte Heimat Obersulzbach gefahren. Er ist dort als ältester Sohn des Pfarrers aufgewachsen. Wir sind die alten Orte seiner Erinnerungen abgegangen mit einigen Anekdoten und den Zeichen des Dorfsterbens - was ist nicht mehr da ? Die alte Wehrkirche war verschlossen, die Brauerei verfällt, die Schreinerei auch und kein Bäcker, kein Metzger und Schuster mehr ...Die Landschaft in dem weiten Tal mit den Wäldern der Umgebung ist auch deshalb interessant, weil offensichtlich viele wilde Heckengürtel angepflanzt wurden, die sich nun herbstlich verfärben. Sehr schön war die Begegnung mit einer 96 Jahre alten Einwohnerin die den 81 jährigen Long wieder erkannt hat ! Zwei ausgeschilderte Wanderwege (Rehweg / Dachsweg) gibt es und sogar eine touristische Unterkunft. Die Gaststätte ist nur am Sonntag offen. Zum Essen sind wir nach Colmberg gefahren. Und im Wintergarten des  Restaurants der Burg haben wir gut gespeist.

Innenhof

Und wieder gibt es eine Geschichte von Long : 1964 hat der Bauunternehmer Unbehauen die marode Burg übernommen und der Long hat dort als Ferienjob die Mörteleimer hochgezogen. 

Wandern oberes Zenntal

 Gestern nach langer Zeit mal wieder mit Klaus wandern. Die ursprünglich geplante Tour im Rednitztal musste ich absagen - Gastwirtschaft im Urlaub. Es ist garnicht so leicht für Donnerstag Mittag eine zu finden. Deshalb spontan auf Karte rausgesucht Teilstück des Zenntal Wanderwegs von Vockenroth nach Merzbach über Hohenroth. Der Weg ist enttäuschend! Eher ein gut ausgebauter Radweg zur landwirtschaftlichen Nutzung. Er führt nicht an der Hangkante des Tals entlang, sondern auf der Hochebene ohne großen Ausblick und ist größtenteils asphaltiert. Nicht bequem zu laufen und es stört besonders wenn der Partner an seinen Stöcken nicht den Gummischutz drauf hat: Ewiges Tack-Tack-Tack .... Am Rand des Wegs einige Obstbäume und an zwei Stellen diese auffällige Pflanze:


Habe nachgesehen: Echtes Leinkraut

Im Gasthaus Kirchberger dann gut gespeist. Die nette Bedienung hat uns auf Anfrage noch einen Weg gezeigt, der über steile Wiesen auf die Hochebene zurück geht - das war eher meins. Aber dann wieder Asphalt ... Lehre: Geh mit jemand andern eher Wege die du schon kennst. 

Oktoberfest

 In der NN war am Freitag 25.September eine wunderbare Rezension von Bernd Noack zum Buch Oktoberfest von Stefanie Sargnagel (!) zu lesen. Hier der Inhalt:

Stefanie Sargnagel

Drei Tage erkundete die junge österreichische Schriftstellerin Stefanie Sargnagel das Münchner Oktoberfest – und schrieb nun ein gehässiges kleines Buch darüber. Als Franke könnte man sich das nie erlauben...
Der Franke ist sehr dankbar und erleichtert darüber, dass ihm eine Österreicherin die schwere Aufgabe abgenommen hat, endlich einmal über das Münchner Oktoberfest so richtig subjektiv zu berichten. Hätte er aus dem Norden des Freistaats so geschrieben wie Stefanie Sargnagel in ihrem neuen Büchlein über die größte sanktionierte Besäufnisfeier der Welt, der oberbayerische Bannstrahl hätte ihn getroffen, die Überschreitung der Donaugrenze wäre ihm für alle Zeit verwehrt worden.

Die Dame aus dem Nachbarstaat aber darf ihre ironischen Spitzen, ihr eher angewidertes Wundern und ihre skurrilen Impressionen ohne Not auf den Markt bringen, denn bei ihr handelt es sich schließlich um fast wissenschaftliche ethnologische Erkenntnisse und Beobachtungen. Auch wenn die Bayern dort unten das nicht wahrhaben wollen.
Während wir uns also jetzt wieder 14 Tage lang nachmittags und in der Nacht am Nürnberger Bahnhof durch Massen trachtenverunzierter Fröhlichkeitsfanatiker kämpfen müssen, die im Zug, grölend auf der Hin-, speibend auf der Rückfahrt, in die Landeshauptstadt pilgern, lesen wir, abseits die bizarre Volkssturm-Szenerie betrachtend, bei Sargnagel von einem gewagten Selbstversuch.
Drei Tage hielt sie sich auf der Wiesn auf, „dem größten Fleischmarkt der Welt. Jede Bier- eine Samenbank“, muss sie feststellen zwischen „Massen an blunzenfetten Menschen“.

Drei Tage Selbstversuch zwischen Ekel und Übergriffigkeit

Sargnagel kommt zu dem Schluss, dass die Wiesn „wie eine unberechenbare Urmutter“ ist: Zunächst nehme sie „die reschen Bayern an die Brust und säugt sie, bis sie seufzen, und wiegt sie liebevoll hin und her.“
Aber dann werde sie brutal, und die eben noch liebkosten Kinder würden wie nasse Fetzen auf die Straße geschleudert, und „da liegen sie, schwindlig, angeschissen, schutzlos und alleine. Dann brüllen sie wie am Spieß und winden sich im eigenen Bäuerchen.“ Die feinfühlige Österreicherin schreitet da zur Andacht.
Es kann Stefanie Sargnagel, der Bachmann-Preis-Gekrönten, die uns wunderbare Bücher wie „Iowa“ oder „Opernball“ beschert hat – es kann der Autorin auch nach drei Tagen keiner weismachen, dass es am Oktoberfest irgendwas Liebenswertes gibt.
Sie weiß nun aus eigener schmerzhafter Erfahrung, wie schnell es im Geschlechtergewusel in und vor allem hinter den Bierzelten zu Übergriffigkeit kommt. Da gebe es „Warnungen von einer Dringlichkeit, wie ich sie sonst nur von Reisen in Länder mit eingeschränkten Frauenrechten kenne.“
Brauchtum, Tracht und Volksmusik als Stabilisierung der Psyche
Auf einmal ist für kurze Zeit in München aber alles erlaubt, wofür die konservative Regierung und die katholische Kirche das Jahr über zehn Kreuze in Klassenzimmern und fünfzig Vaterunser kniend verordnen würden. Tradition trifft auf Sex und Suff und paart sich ungeniert auf Wiesnhügeln.
„Endlich den ganzen deutschen Druck ablassen in einer orgiastischen Ferkelei.“ Die Besucherin findet hier „das streng gebundene und hübsch verzierte Korsett des katholischen Konservatismus“, das den Festbesuchern wochenlang Geborgenheit spendet.
Sargnagel wagt im Jubeltrubel eine Analyse: „Die Bayern sind wie Turbo-Österreicher, optimistisch blicken sie in die Zukunft, ohne Selbstmitleid und slawische Schwermut.“
Deswegen treffen sie, die verblüffte Autorin, beim Einzug der Wirte oder beim Festumzug, bei dem das Münchner Kindl seine „Reinrassigkeit“ übrigens über drei Generationen nachweisen muss, diese Münchner Alltäglichkeiten als surreale Momente und groteske Aussetzer wie Fausthiebe in den biersauren Magen.

Gnädig rappelt sie sich hoch: „Brauchtum, Tracht, Volksmusik und Denkmalpflege stabilisieren die Psyche.“ Da johlen die Menschen kollektiv, und der einsame Floh im Zirkus schlägt Purzelbäume. 


Stefanie Sargnagel: Oktoberfest. Rowohlt, 90 Seiten, 18 Euro.

Radtour Forchheim

Gestern am Nachmittag bei idealem Radlerwette die sogenannte Bierkellertour ab Forchheim Bahnhof gemacht.  Zuerst geht es parallel zur Straße bis Oeddorf. Den Weg in den Wald hinauf hab ich gefunden - es ist aber nichts markiert und ich hab mich dann auf den Forstwegen etwas verfahren. Plötzlich lag das Weihergebiet bei Weppersdorf vor mir.

Bei der Laufer Mühle hatte die Aisch recht wenig Wasser. 2020 hab ich die Gegend mal zu Fuß erkundet und kam auch - wie jetzt - am Naturschutzgebiet vorbei.

Einkehr dann im Roppeltskeller. Wurstsalat gut.

 Bin noch die Anhöhe Richtung Hallerndorf gefahren und schönen Ausblick gehabt. Auf den Kreuzberg bin ich aber nicht mehr ...

Der Rest der Tour parallel zum Kanal war dann recht gut zu fahren.


Hat der Westen nun genug vom Osten ?

 Diese Frage stellt sich Friederich  Küppersbusch in seinem neuesten Beitrag. Wieder gut gemacht ! Als NRW Einwohner führt er auf was die nun klammen Kommunen dort an finanzieller Unterstützung in den Osten transferieren mussten. Oft Kredit finanziert und nun immer noch durch Zinszahlung belastet. Den zugehörigen Artikel bei den Ruhrbaronen kann man hier nachlesen .... Fazit: Dass in Jena die Parks schöner als in Essen sind, die Schulen in Dresden besser aussehen als in Dortmund und in Potsdam die Altbauten besser saniert sind als in Duisburg, liegt auch an den Milliarden, die aus den Weststädten in den Osten flossen. KI hat dazu folgende (etwas vereinfachende) Karikatur erstellt:

Etwas gelungener finde ich als Zusammenfassung der Problematik mit der AFD bei dieser mit KI erstellten Zeichnung:


Radtour am alten Kanal

 Die S-Bahn nach Neumarkt läuft wieder. Am Dienstag von Burgthann am Treidelweg entlang bis Neumarkt gefahren. Weg teilweise sehr ruppig und an manchen Stellen ausgespült. Immer wieder interessant der Dörlbacher Einschnitt.


 

Beim Unterölsbacher Einschnitt wird es eng, aber recht idyllisch. Bald darauf fährt man den Skulpturenweg in Berg längere Zeit entlang. Hier ist der Kanalweg auch recht gut hergerichtet.



Wenn man dann nach Neumarkt reinfährt kommt man noch zum ehemaligen Gelände der Landesgartenschau ...





KI und die Probleme

 In den öffentlichen Medien habe ich zwei fundierte Sendungen gefunden: 

1. Was der KI - Ausbau für die Stromnetze bedeutet .

2.Rechenzentren- Boom stellt Kommunen im Norden vor Herausforderungen

Dazu ließ ich mir von der KI folgende Karikatur erstellen ....


Radtour Neutras - Haunritz mit Bahn

 Kim hat mein neues gebrauchtes Pedelec für mich eingerichtet. Am Mittwoch bei idealen Temperaturen Radtour ab S-Bahn Station Hartmannshof. Zuerst Fahrradweg Richtung Etzelwang. Dann Berg hoch nach Neutras. Der Res´n - hof hat am Mittwoch zu.

Auf der Höhe mit toller Fernsicht nach Hegendorf und dann wieder runter nach Pommelsbrunn. Dann nach Weigendorf und hoch nach Haunritz. Der "Alte Fritz" war gut besucht und hatte Schlachtschüssel.


Dann zurück ins Tal und parallel zur Bahnlinie und dem Högenbach nach Happurg und weiter nach Hersbruck. (Eisdiele am Markt geschlossen !) . Die Bahnverbindungen sind momentan ausgedünnt, deshalb weiter im Tal auf guten Radwegen nach Lauf links zur S-Bahn. Insgesamt mit Schlenkern ca. 50 km ( Akku noch zur Hälfte gefüllt !) 


Tour


guter Einwurf

 In der NN konnte ich folgendes Statement eines hochrangigen bayerischen Juristen lesen:

NN + vom 18.8.26 - In unserer Reihe „Einwurf“ schreiben hier starke Stimmen aus der Region. Heute warnt Peter Küspert, ehemaliger Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, vor schrankenlosem Kapitalismus.


Lesen bildet. Sogar wenn es um Inserate für Luxusimmobilien geht. Mir jedenfalls war bisher nicht klar, dass Lehmputz mit Mikrokristallen, Zirbenspänen und energetisiertem Wasser geradezu zwingend für das persönliche Wohlbefinden der Bewohner ist, genauso wie die Schwimmhalle auf 5-Sterne-S-Niveau mit versenkbaren Panoramascheiben vor Alpenblick, Walk-In-Duschen mit seitlicher Massage, deckenbündigem Rainshower und beleuchteten Shampoonischen.

Dasselbe gilt für den Home-Lift mit Swarovski-Sternenhimmel oder die Home-Bar mit hinterleuchteter Onyx-Wand. Sogar für gewöhnlichere Verrichtungen ist gesorgt: von der Master-Ankleide, die selbst mit luftgetrocknetem Eichenholz oder amerikanischer Weißeiche verkleidet ist, dem Hobbyraum mit seinem pflanzenbasierten Sensor-Gussboden und den pocket-doors für den mudroom (was immer das auch sein mag).

Zugegeben: Natürlich ist es wohlfeil, über vermeintlich dekadenten Luxus zu spotten und damit klassenkämpferische Reflexe zu bedienen. Schließlich pflegt jeder von uns seine persönlichen Marotten (pardon: Vorlieben), von Bodenprojektionen der Auto- oder Geschirrspülertüren über den LED-Espresso-Timer am Handgelenk bis hin zum höhenverstellbaren Fressnapf für Struppi oder dem Katzenkopfmassagegerät für Miezi.

Niemand wünscht sich ernsthaft ein System zurück, in dem alle Dinge im Namen einer übersteigerten Gleichheitsidee eingeebnet wurden, bis hin zum Einheitsauto (auf das man zudem viele Jahre warten musste) und Einheitswohnungen in Großwohnsilos für die arbeitende Bevölkerung, ganz abgesehen davon, dass es auch in einem System gleicher Menschen solche gab, die noch gleicher waren, um George Orwell zu zitieren. Was in solchen Gesellschaften oft auf der Strecke bleibt, ist die Grundidee von Freiheit, die die allermeisten Menschen an einer offenen Gesellschaft schätzen, und die unter anderem als Meinungs- und Pressefreiheit, als Handlungsfreiheit auch in Form freier wirtschaftlicher Betätigung oder Berufsfreiheit, als Versammlungsfreiheit oder als Freizügigkeit in unserer Verfassung geschützt ist.

Vom Grundgesetz nicht geschützt und nicht gewollt ist aber ein schrankenloser Kapitalismus, in dem die wirtschaftlich Stärksten ungezügelt und ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl agieren können. Das Sozialstaatsprinzip verpflichtet staatliches Handeln auf die Maßstäbe sozialer Gerechtigkeit, sozialer Sicherheit und Chancengleichheit, das vom Bundesverfassungsgericht postulierte Grundrecht auf Zukunft zu generationsgerechten Klimaschutzmaßnahmen.

Notwendig sind daher gerechte Beiträge Vermögender zur Finanzierung des Gesundheits- und Pflegesystems, der staatlichen Bildungsaufgabe, der öffentlichen und sozialen Sicherheit, aber auch in Bezug auf ihren Ressourcenverbrauch, vor allem bei Konsumemissionen. Ein wichtiger erster Schritt wäre mehr Transparenz sowohl zur Höhe der Vermögen als auch zu den damit schon jetzt geleisteten Beiträgen zum Gemeinwohl.

Wer es sich leisten kann und will, soll auch künftig die Master-Ankleide seiner Villa mit luftgetrockneter amerikanischer Weißeiche vertäfeln lassen oder sich den neuesten Supersportwagen gönnen. Er sollte aber auch seinem Vermögen gemäß Steuern zahlen und für den überdimensionalen ökologischen Fußabdruck zur Kasse gebeten werden. Denn ein faires Steuersystem ist ebenso Fundament der Demokratie wie generationengerechte Klimapolitik.

Villa in München-Bogenhausen mit Wellnessbereich und Weinkeller für 13,2 Millionen Euro


Gedenken an Lisa

 Es ist jetzt über ein Jahr her, dass dieser schreckliche Unfall passiert ist und die Urnenbeisetzung auf dem Westfriedhof stattfand. In dieser Zeit gab es von Nürnberg aus immer wieder engen Kontakt und einige Besuche ins obere Donautal, wo Lisa zuletzt wohnte ....

Es schmerzt uns alle noch sehr und zur Trauerbewältigung hat Sarah für ihre Schwester eine Sammlung von Erinnerungen aus Lisas Freundeskreis und der Familie als Ringbuch drucken lassen. Sehr berührend...

Mich hat ein Beitrag tagelang verfolgt: Sophie hatte kurz nach der Urnenbestattung einen fiktiven Brief ihrer umgekommenen Tante an sich selbst geschrieben.


Jetzt ist auch der Grabstein aufgestellt ...



Oed

 Eigentlich hatte ich gestern vor, mit der S-Bahn und Rad nach Hartmannshof zu fahren und dann mit dem Rad Richtung Etzelwang usw. weiter ... Da die Temperaturen etwas erträglicher sein sollten, hab ich Geli zu einer gemütlichen Autotour (habe in letzter Zeit viele km und Sprit gespart) über Land nach Oed eingeladen. Dort gibt es den "Bayerischen Johann"- eine Gaststätte mit Biergarten. Gemütlich sind wir auf bekannten Schleichwegen hin gegondelt (Kalchreuth, Beerbach, Simonshofen, Lauf links, Ottensoos, Rüblanden, Henfenfeld und B14 nach Weigenhofen ) . Dort war es für einen Freitagmittag doch recht voll - viele RadfahrerInnen und andere Ausflügler. Ein Schattenplatz war aber drin. Die zwei Bedienungen, die über die schmale Straße zur Küche wetzen müssen, waren noch gut drauf. Meine Forelle war vorzüglich und die Rechnung mit Suppe und Leber für Geli war noch unter 50€ !!! 

Die Rückfahrt wollte ich etwas schneller gestalten und bin dann die B14 durchgefahren. Fehlentscheidung: Freitagspendlerverkehr, quer durch Nürnberg mit Baustellen und Ampeln. Zeitersparnis 0 und viel Nervenkraft. Die Nacht war dann auch nicht so erholsam (Bahnbaustelle mit Warnsignalen ...) . Zur Entspannung hab ich dann in aller Früh und angenehmer Frische meine Regnitztour bis Eibach gemacht. Schöne Pausenstelle: Die Trainingsstrecke der Kanuabteilung der Sportgemeinschaft Victoria unterhalb der alten Bibertbahn 


Bardentreffen

 Am Freitag Abend bin ich zum Bardentreffen und wollte nur mal so rumschlendern und einige Straßenbands anhören. Es war noch sehr, sehr warm. Deshalb bin ich bald wieder mit der U-Bahn zurück. Am Samstag hab ich mir aus dem Programm 3 Sachen herausgesucht. Die StereoSterne waren gut. Bei Gangstagrass hab ich mich in der Zeit getäuscht. Auf dem Weg zum Hauptmarkt hab ich in der Kaiserstraße noch drei Bands erlebt, wobei mir diese sympathischen Joungsters recht gut gefallen haben:

Am Hauptmarkt dann furchtbare, überteuerte fish&chips verspeist und dann rüber zu Butter Funk Family. Ich hatte zwar einen Campinghocker dabei, aber irgendwie war mir das dann alles (auch musikalisch) zu viel. Also wieder heimwärts. In der ARD Mediathek kann man ja einige Auftritte bei sehr guter akustischer und filmischer Qualität ansehen. Ist dann besser für mich ... Dabei hab ich eine Aufnahme aus 2024 entdeckt von einem Konzert, das ich damals auch abgebrochen habe: Vooodoo Jürgens. Man versteht zwar nicht alles was er singt, aber der Auftritt und seine phantastische Band konnte ich so erst richtig genießen ... Und dann habe ich noch zwei Sachen versäumt: Einmal das Jahreskonzert der Musikschule am Donnerstag und dann noch einen Auftritt in der Nähe, den ich gerne erlebt hätte .... 

Neuer Kulturort in der Manfred-Roth-Straße in Fürth  Mit „Hübschers Eventraum“ in der Manfred-Roth-Straße 19 hat sich Ralf Hübscher einen lang gehegten Traum erfüllt, die technische Ausstattung entspricht Profi-Standards, Platz ist für knapp 100 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Feuerprobe hieß „Soccer goes Silent Movie“, nun wird's erneut jazzig, aber ohne Ball: An diesem Sonntag (2. August) macht Hübscher die Bühne frei für die Sunday Night Blues Band und damit für ein Gipfeltreffen einiger Altvorderer der Nürnberger Blues- und Rockszene. Ab 19 Uhr werden der Schwabacher Sänger Reinhold Engelhardt (NC Brown Blues Band), Norbert Meyer-Venus (Bass, bekannt unter anderem vom Hildegard Pohl Trio), Roli Müller (Gitarre) und Soulcan-Mann Markus Grill (Schlagzeug) den Saal rocken. Interessant: Unsere Nachbarwohnung wird momentan von der Firma AH Häusler renoviert. Der Ralf Hübscher scheint Geschäftsführer zu sein. Ein Multi-Talent (Installateur, Volkswirt, Jazzsänger)

Das Bardentreffen feierte ja seinen 50.Geburtstag und die Anfänge hab ich auch erlebt. Der langjährige Organisator Charly Fischer gibt dazu ein Interview. Er hat ja auch die Frankenbänd gegründet. Die neueste Aufnahme kann hier abgehört werden ...


Schiffsflucht

 Bei meiner abendlichen Radtour am Montag konnte ich an der Schleuse Nürnberg beobachten, dass zwei große Flusskreuzfahrtschiffe leer Richtung Bamberg unterwegs waren. Normalerweise laden sie im Nürnberger Kreuzfahrthafen ihre Gäste, die Nürnberg besucht haben, und servieren auf der Fahrt dann das Abendessen ... Meine Erklärung wäre gewesen: In der Donau herrscht Niedrigwasser und die Schiffe werden ins Rheingebiet verlegt. Nur dass dort auch Niedrigwasser ist ...

Hat mich zu dieser Karikatur animiert (KI hergestellt):

Die heutige Meldung zur Situation sieht so aus: Lage spitzt sich zu: Pegelstände sinken weiter

Auf Pegelonline gibt es dazu weitere Informationen ...

Der Kreuzfahrtbereich ist nicht das Problem, die Lastkähne braucht man eher. Die größten Anpassungen zum Extremwetter wird es in der Landwirtschaft geben - und zwar europaweit ....

NN Kunstpreis

 Am Mittwoch hab ich Geli hingeschoben und am Donnerstag bin ich noch mal hin. Die PreisträgerInnen sind gut. Besonders gefreut hat es mich für Akbar Akbarpour (Atelier in Fürth) , der sich schon mal mit mehr abstrakten Gemälden beteiligt hat. Diesmal ist ihm ein Glücksgriff gelungen.


Alle ausgestellten Werke sind (bis 30.August) noch hier ausführlich anzusehen.

Mir persönlich hat mir sehr gefallen:
Wieder mal Clemens Heinl mit seinem übermannsgroßen Herr R.Zimmermann (aus 2024 !)

alias Dylan
Für den Publikumspreis werde ich abstimmen für Matthias Lehr mit seiner kleinen aber feinen Skulptur "Bildhauerin"

Von der Ausbildung her ist er Goldschmied und betreibt das Gießen nach eigener Aussage als Hobby.
2024 war er erstmals dabei mit dem Holzhacker. Liiert ist er mit einer koreanischen Textilkünstlerin.

sehr sympathisch
Erstmals dabei Eva-Maria Mandok mit zwei Figuren. Sie verfolge ich schon seit Jahren. Wurde Zeit, dass sie mal angenommen wurde ...

Sie und ihre Figur

Spiegelein,Spiegelein

Bunte Hunde
Zeichnerisch hat mir sehr gefallen "Wir" (Graphit auf Papier) von Ingrid Riedl. Aufgefallen ist sie mir schon vor Jahren mit ihrer sehr kleinen Atelier-Galerie am Grünen Markt in Fürth. Jetzt arbeitet sie in den Tilly-Studios (im November wieder Open House)



Alte Bekannte ( Joseph Stephan Wurmer, Gerhard Rießbeck, Inkuyu Park, Mathias Otto, Axel Gerke, Ilse Feiner) sind dabei .

Genauer hinschauen muss man bei Sonja Weber . Die Technik hab ich 2022 schon gesehen : 
Die Sache mit "nomen est omen" wollen wir lieber nicht erläutern, weil es sich bei Sonja Webers gewebten Bildern nicht um traditionelle Textilkunst handelt. Der handwerkliche Aspekt der Weberei steht keineswegs im Focus ihrer Arbeit. Vielmehr changiert sie zwischen den Medien Fotorealismus, Computerkunst, Textilkunst und Tafelmalerei. Das Ergebnis ist ein Jacquard-gewebe, das sie auf einen Keilrahmen spannt. Die Grundlage für die Darstellung von Wasser, Wolken und Haaren bildet eine von ihr aufgenommene Fotografie, die sie bearbeitet und auf einem computer-gesteuerten Webstuhl umsetzt in ein sehr feines Gewebe, das eine irisierende Oberfläche aufweist.
Lichtstimmung (2025)

Und so gibt es noch Einiges zu sehen . Der Katalog (20 €) lohnt sich ...




neues (gebrauchtes) Rad

 Nachdem sich herausgestellt hat, dass es für mein altes Pedelec schwierig wird mit der Ersatzteilbesorgung, habe ich mich entschlossen ein gebrauchtes, moderneres Rad zu besorgen. In Anbetracht meines Alters und die sehr hohen Preise für neue Räder hab ich mir eines schicken lassen, das meinen Ansprüchen entspricht: noch wenig km, Akku für Strecke von 80 - 100 km ausreichend, Akku abnehmbar, wartungsarme Nabenschaltung, Felgenbremsen, Tiefeinsteiger und bequeme Sitzhaltung...Das ist es:


Sattel und Lenker musste ich einrichten und zur Probefahrt habe ich gestern zwei Touren in der Umgebung unternommen. Morgens die bewährte Fahrt Kanal - Eltersdorf - Kleingründlach (30 km). Das Unwetter letzte Woche hat einige Schäden hinterlassen, entlang des Kanalwegs waren massenweise größere Äste und zerlegte Baumstämme zum Abtransport gelagert. Wahrscheinlich war der Weg nach dem Sturm nicht passierbar. Bei Gründlach waren Felder offensichtlich vom Starkregen(und Hagel ?) überspült worden. Jungpflanzen waren vernichtet. An der Kanalböschung breitet sich eine interessante Pflanze aus:

Fetthenne
Das Rad läuft leicht und hat natürlich mehr Elektronik an Bord. Lässt sich gut bedienen und die Schaltung ist O.K..
Abends dann (es ist angenehm kühl) hab ich dann die andere bewährte Tour über Veitsbronn, Langenzenn,  Rossendorf  bei Gegenwind unternommen (38 km) . Dabei konnte ich bei einem sehr steilen Schotterweg mal die Schiebehilfe ausprobieren (gute Erfindung). 

oberhalb von Horbach

Das gute Fahrradlicht am Heimweg war recht hilfreich und der Akku hatte immer noch Kapazität. Bin sehr zufrieden !!

Tour in der Morgenfrische

 Heute um 6 Uhr los - endlich wieder Fahrrad fahren. Zuerst Bäcker, dann Richtung Flughafen auf menschenleeren und autofreien Wegen. Dort wurde schon wieder planiert (Der Airport Nürnberg rüstet sich für die Sommerreisewelle: Mit dem neuen Parkplatz „P30“ entstehen bis zu 900 zusätzliche Stellplätze. Derweil soll das alte und nicht mehr genutzte Parkhaus „P1“ abgerissen werden)

Passt gut zum vollen Himmel, den ich gestern aufgenommen habe. Immer weiter so ...

Ein Stück weiter der Großbetrieb Scherzer mit Gewächshäusern. Dahinter kann man ungestört radeln. Und am Ende findet man dann das und mehr.../wird untergepflügt ...

Dann Runde durch den Wald: Ziegelstein/ Buchenbühl/ Kraftshof . Dort dann den Irrhain gesucht. Etwas verfahren, an großem Windbruch - der den Weg versperrte - vorbeigekommen, aber dann gefunden.

Pausiert  auf ner Bank mit Sicht auf Kraftshof . Der Irrhain ist wieder gut hergerichtet. Neu: Auf Täfelchen mit QR-Code kann man Literatur abrufen. Den Inhalt kann man auf der App Literaturen der Stadtbücherei Nürnberg auch zu Hause abrufen ..