So schnell kann´s gehn ....

 Nach den etwas nassen Pfingsttagen bin ich ab und zu mit dem Rad in der näheren Umgebung rumgefahren. Als es wärmer wurde, nur noch ziemlich früh am Morgen mit tollen Stimmungen. Am letzten Donnerstag dann die Katastrophe: Als ich heimkam war Geli total aufgelöst und Kim hat mir später den Polizeibericht der Pressestelle geschickt: 

Schwerer Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen

Ein 30-jähriger Fahrer eines Mercedes befuhr um 16:44 Uhr die B 313 von Meßkirch in Fahrtrichtung Inzigkofen und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw, was dazu führte, dass eine Verkehrsteilnehmerin verstarb und der Fahrer des Mercedes sowie ein weiterer Verkehrsteilnehmer schwer verletzt wurden. Dabei kam der Fahrer des Mercedes kurz vor Engelswies in einer langgezogenen leichten Rechtskurve komplett auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Peugeot, welcher von einer 33-jährigen Frau gelenkt wurde. Hinter dem Peugeot war ein 26-jähriger Mann mit einem Ford Transit unterwegs, welcher somit ebenfalls dem Mercedes entgegenkam. Nach dem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Mercedes und dem Peugeot krachte der Mercedes im weiteren Verlauf in diesen Ford Transit. Alle 3 Fahrzeugführer befanden sich jeweils alleine im Fahrzeug. Bei dem Verkehrsunfall verstarb die 33-jährige Lenkerin des Peugeot noch vor Ort an der Unfallstelle. Die beiden anderen Verkehrsteilnehmer wurden jeweils schwerverletzt in eine Klinik eingeliefert. Alle 3 beteiligten Fahrzeuge mussten durch ein Abschleppunternehmen abgeholt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf circa 30.000 Euro. Die Straße war ab dem Unfallzeitpunkt für mehrere Stunden voll gesperrt. Vor Ort war ein Großaufgebot der Rettungskräfte eingesetzt. Dabei wurde ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber an den Einsatzort verbracht. Die Experten der Verkehrsunfallaufnahme der Verkehrspolizeiinspektion Sigmaringen haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, welche bislang noch unklar ist. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde durch die eingesetzten Beamten der Führerschein des Mercedes-Fahrers einbehalten.

Und es war Lisa, die Schwester von Sarah und Tante von Sophie! Und vor zwei Wochen erst hatten sie, Kim und die Omi sie erst übers Wochenende im Schwäbischen besucht !!! Wir sind alle ziemlich fertig. Am Unfall hatte sie keinerlei Schuld ! Nur eben zur falschen Zeit am falschen Ort begegnet man einem Raser ....

Das Bild vom Unfallort erspare ich mir .... Ergänzung heute 14.7.: Da das Unfallbild schon weitergegeben wurde und ich es sowieso nicht aus dem Kopf kriege, hier


Absberg und Hartmannshof

 Am Brückentag vor einer Woche waren wir zum Geburtstagsessen im Gasthaus Blumenthal. Hatten einen ruhigen Platz mit Sicht auf Hochzeitsvorbereitungen. Dann zur Badehalbinsel Absberg. Üblicher Rummel rund um die freien Tage. Erstaunlich: Wohnmobile haufenweise im Päckchen und im Dauerstau wartend auf (vergebliche) Einfahrt. Da lob ich mir Lisas Tinyhouse (Sophie war damals bei ihrer Tante zu Besuch)

Leider musste ich feststellen, dass höhere Temperaturen mir langsam größere Schwierigkeiten bereiten. Also Abbruch der Herumschieberei mit dem ROLLZ. Außerdem war sehr viel Radverkehr auf den Wegen.

In den Regentagen über Pfingsten hab ich mich ausgeruht und war etwas mit den ÖFFIS unterwegs. Unter anderem in Hartmannshof (ohne Rad). Dort hat man für die Rückfahrt alle halbe Stunde einen Zug. Ideal zum Wandern. Im Urzeitbahnhof war ich für den Tag der  einzige Besucher ! Kleines, aber feines Museum ... 

Im Spiegel-Archiv fand ich einen interessanten Artikel zur 68-er Revolte aus dem Jahr 1997 :

DIE ACHTUNDSECHZIGER

Vollstrecker des Weltgewissens

Ernst und trotzdem unterhaltsam

 Es gibt sie: Die neueste Anstalt ! Zum Thema Plastikmüll ...

Der Faktencheck ist auch über die Seite als PDF vorhanden .....

Straßentheater

 Trotz Regen bin ich gestern nach Erlangen um eine Straßentheater Aktion zu sehen. Hat geklappt, da es zu regnen aufhörte !! Fand statt im Rahmen des Figurentheater Festivals. Ankündigung: Premiere Stefanie Oberhoff / Gütesiegel Kultur * + Snuff Puppets (DE/AUS) Der Kasper schlägt die Fliegen tot:  Ein gigantischer musikalisch-zirzensischer Überlebenskampf mit vielen Fliegen, Artist*innen, zwei Kränen und Riesenmarionetten :„Fliegen aus aller Welt kommen nach Erlangen, sie sitzen an den Wänden, krabbeln über Plätze und hocken auf Dächern, das Gesumme wird unerträglich. Ein sechzehn Meter hoher Kasper kommt mit seiner riesigen Fliegenklatsche und will dem Spuk ein Ende bereiten: ein gigantischer Totentanz zum Thema Widerstand, Vielfalt, Diversität und Solidarität.“

Hoher Aufwand für drei Aufführungen an drei Tagen: Sperre des zentralen Platzes, 2 Schwerlastkräne, Fassadenkletterer, viele als Mücken verkleidete Statisten, Ordner und und und . Der "Kasper" und die eine große Fliege zum Schluss stammten übrigens von Snuff Puppets in Melbourne !

Einige Szenen haben gefallen: Fassadenkletterei

Akrobatik 

Die Fliegenpatsche 

Die große Fliege

Wo nun der Anspruch von "Ein gigantischer Totentanz zum Thema Widerstand, Vielfalt, Diversität und Solidarität.“ zum Ausdruck kommt und eingelöst wird ist mir größtenteils schleierhaft. Das ist ja oft so bei diesen "Performances", dass man sich an aktuelle Schlagwörter hängt, damit man möglichst den Eindruck von Aktualität und Fortschrittlichkeit erweckt... (Des Kaisers neue Kleider ??) Jedenfalls ist die Frau Oberhoff momentan gut im Geschäft....

Kunsthalle Schweinfurt

Gestern nochmal mit der Bahn nach Schweinfurt. Eigentlich wollte ich mir nur in Ruhe in der Kunsthalle intensiv dieses (für mich) Wahnsinnsbild von Robert Höfling (verstorben 1997) mit dem Titel "Eine unsichtbare Choreographie waltet über dem Hinundhergewoge der Massen. Genau besehen löst es sich in eine Vielzahl von Schicksalen auf" ansehen:


In Wikipedia wird der Künstler seltsamerweise nicht im Bestand des Museums aufgeführt. In meiner damaligen Seite habe ich Ausschnitte aus dem Gemälde veröffentlicht. Ich werde dazu im print für den Privatgebrauch noch eine kleine Broschüre entwerfen ...
Es hat sich dann ergeben, dass im Obergeschoss vom Kunstverein Schweinfurt eine kleine, aber feine Ausstellung zu Paul Maar zu besichtigen war: Paul Maar - Das Sams kommt. Einige Originalgrafiken von ihm aus verschiedenen Zeiten und ein sehr interessantes recht aktuelles Video-Interview sind zu konsumieren. Ein begnadeter Zeichner und Illustrator !! Und Geschichtenerzähler ...







In Hallstadt bei Bamberg soll nun ein Museum eingerichtet werden. In den Lebenslinien wird Paul Maar schön dargestellt und im Deutschlandfunk wurde über seine Biografie gesprochen ...