Es ist jetzt über ein Jahr her, dass dieser schreckliche Unfall passiert ist und die Urnenbeisetzung auf dem Westfriedhof stattfand. In dieser Zeit gab es von Nürnberg aus immer wieder engen Kontakt und einige Besuche ins obere Donautal, wo Lisa zuletzt wohnte ....
Es schmerzt uns alle noch sehr und zur Trauerbewältigung hat Sarah für ihre Schwester eine Sammlung von Erinnerungen aus Lisas Freundeskreis und der Familie als Ringbuch drucken lassen. Sehr berührend...
Mich hat ein Beitrag tagelang verfolgt: Sophie hatte kurz nach der Urnenbestattung einen fiktiven Brief ihrer umgekommenen Tante an sich selbst geschrieben.
Heute hab ich bei Google mein Profilbild geändert. Nicht mehr der gemütliche Maler Klecksel, sondern der Skeptiker mit der Tendenz zur Depression ...
Nicht erst in letzter Zeit hat sich meine Verfassung dahin gehend verändert. Die Weltlage drückt aufs Gemüt. (Jetzt geht`s in den Medien wieder mal ums Klima - als wenn das was Neues wär) . Und dann kann ich mit Geli immer weniger unternehmen - und allein hab ich manchmal nicht den Antrieb. Das letzte schöne gemeinsame Ereignis war dann wieder mal der Besuch im Biergarten der St. Georgen Bräu in Buttenheim. So eine herrliche Aussicht inmitten von Grün ...
Dann war die Klimaanlage im Auto zu reparieren ( 2003 im Hitzesommer hatten wir die erste im Fahrzeug). Meine "Reisen" mit der Bahn hab ich erst mal vermieden. Zugausfälle - stehende Bahnen in der Hitze - Baustellen noch und noch. Das wollte ich mir erst mal nicht antun.
Dann war das Fahrrad bis heute länger in Reparatur. 16 Jahre altes Pedelec und es gibt gewisse Teile nicht mehr ... Jedenfalls konnte ich 14 Tage lang morgens oder abends keine erfrischenden Touren mehr machen ... Habe jetzt bei upway ein gebrauchtes Pedelec von Kalkhoff bestellt. Mal sehen wie lang ich damit noch fahren kann...
Das Büchlein "Liebe Enkel oder die Kunst der Zuversicht" zum Aufbauen gedacht, hab ich nach der Hälfte erst mal wieder zur Seite gelegt. Interessant wäre vielleicht sich näher mit Jean Paul zu beschäftigen ? Soll interessante Beschreibungen fränkischer Landschaften erstellt zu haben ...
Einige Arztbesuche mit Geli waren ja auch noch zu tätigen ...
Gestern war ich mit Kim im Schauspielhaus Nürnberg. (Geburtstagsgeschenk) Und wir sahen ein furioses Stück in der Wiederaufnahme : Orbit - die Geschichte einer Band . Wir waren begeistert und ich werde es nochmal ansehen, denn das war Theater !!!Es hat ALLES gepasst: Die Geschichte,die hervorragenden Darsteller mit ihrem Musikhandwerk, die Bühne und das volle Theater mit einem Publikum, das mitging !!!Hier die digitale Stückeinführung .
In den 1970er und 80er Jahren galt die Band Orbit als größter
Geheimtipp der fränkischen Rockszene. So enorm geheim, dass heute
niemand mehr von ihr weiß. In Nürnberg haben Philipp Löhle,
Christian Brey und Thomas Esser nun tief in Schallplattenkisten
gekramt und dabei eine im Wortsinn fantastische Story zu Tage
gefördert.
Von Wolfgang Reitzammer
Mai 2023. Es gab mal ein deutsches Dokumentartheater, Rolf Hochhuth und
Peter Weiss waren seine Propheten. Doch im postmodernen und
postfaktischen 21. Jahrhundert erfreut man sich eher am Genre des
Mockumentary, jenem Hybrid aus Dichtung und Wahrheit, das den
Gutgläubigen in die Irre schickt und bei dem Skeptiker ein
wissendes Lächeln hervorlockt.
In diesem Sinne hat Philipp Löhle, Hausautor des Staatstheaters
Nürnberg, zusammen mit Regisseur Christian Brey und dem Musiker
Thomas Esser ein "Recherche"-Projekt angestoßen, das über
die Jahre 1972 bis 1985 die obskure Karriere einer vergessenen
Rockband namens ORBIT aufdeckt und mit ein paar Stationen
Kulturgeschichte in der Region Nürnberg vermengt. Doch auch ohne
Spoiler-Verdacht darf man schon vorher sagen: es ist fast alles
erstunken und erlogen, jedoch getreu dem Motto "Wenn wir es so
erzählen, dann war es so!".
Fränkische Billie Jean
1972 treffen sich also fünf ambitionierte Kulturschaffende, denen
ein gewisser Herr Gustl eine Garage als Proberaum und seine Kneipe
als Live-Bühne anbietet. In schönster Punk-Tradition streiten sie
erst einmal, wer eigentlich welches Instrument spielen soll, dann
wird über mehrere Tage diskutiert, wie die Band heißen soll. Weil
die Vornamen der Musikanten Ottmar, Rolf, Bucki, Isi und Thomas
lauten, kommt man auf die geniale Idee "Orbit", verliert
aber den entnervten Sponsor Gustl. Gut, dass es zu dieser Zeit den
überregional bekannten Kulturreferenten Hermann Glaser in Nürnberg
gab, der sein Projekt der Sozio-Kultur verfolgte und der Band einen
Probenraum im ebenfalls überregional bekannten Kommunikationszentrum
(genannt "Komm") vermittelte.
Dort nisten sich Orbit häuslich ein und wollen ihr weiteres Leben
nur noch der eigenen Musik widmen – bestärkt durch ein allseitiges
Gelübde gegen dreckige Ohren. Es wird in der selbst gewählter
Klausur viel geredet, die fünf Akteure wirken in stimmigen Klamotten
und Perücken der 1970er und 80er Jahre wie wandelnde
Flokati-Teppiche (Kostüme: Anette Hachmann). Das musikalische
Equipment wird langsam aufgerüstet, ein vollständiges Schlagzeug
fährt aus dem Bühnenboden, Keyboarder Ottmar bekommt noch eine
zweite Orgel mit Blechrahmen und Isi, die Frau im Quintett, stellt
sich hinter ein modernes DJ-Mischpult. Dass man auch im Gefängnis
(Massenverhaftungen 1981!) gute Musik machen kann, demonstriert
Drummer Rolf, der die Sticks zu Fenstergittern formt und dann "I've
Been Looking For Freedom" intoniert.
So entstehen zahlreiche Eigenkompositionen, die textlich und
harmonisch einen regional-fränkischen Charakter aufweisen, aber
verdammt nach Hits dieser Zeit klingen ("Daddy Cool",
"Money, Money, Money", "In The Air Tonight",
"Billie Jean"...).
Beim Griechen mit Bob Dylan
Schuld daran ist der schleimige Manager Hasso Krüger, der die
Orbit-Songs mit dem Tonband aufnimmt und dann weltweit an bekannte
Rockbands weiterverkauft. Immerhin schafft er es, die
Songwriter-Ikone Bob Dylan vor dessen Auftritt auf dem Nürnberger
Reichsparteitagsgelände (1978) zu den eingeschlossenen Musikern zu
lotsen und ihnen ein Angebot als Vorband zu übermitteln. Doch die
deutsche Kultur des Diskurses und des Selbstzweifels führt zu
spontaner Auftrittsphobie vor 80 000 Menschen, lieber geht man
gemeinsam zum Griechen!
Das Ende der Orbit-Geschichte wird
durch einen Zufall eingeläutet: Die fesche Biggi schaut sich via
Fernsehen das Live-Aid-Konzert im Wembley Stadium (1985) an und muss
feststellen, dass Freddie Mercury von Queen den Song "Bohemian
Rhapsody" vorträgt, den einige Jahre zuvor Sänger Bucki mit
der Band erarbeitet hatte. Manager Krüger flüchtet, er setzt sein
Auto und alle darin lagernden Tonbänder in Flammen – Orbit ist
damit aus der Musik-Geschichte getilgt.
Comeback als Avatar-Show
Zum Glück bietet der Theaterabend noch einen fulminanten Epilog:
Krüger, der mittlerweile unter dem Namen Pius Maria Cüppers als
Kammerschauspieler am Nürnberger Staatstheater arbeitet, organisiert
eine Hologram-Avatar-Show der Band Orbit, bei der fünf KI-Klone noch
einmal ein deftiges Rock-Programm abziehen, bevor sie mit "Major
Tom" und einer Raumkapsel ins Weltall abdüsen.
Die höchst unterhaltsame Rock-Show lebt vom inszenatorischen
Tempo des Regisseurs Christian Brey, von Löhles skurrilem Wortwitz
und von den perfekt musizierenden Schauspielern: Nicolas Frederic
Djuren (voc, g), Justus Pfankuch (keyb, g, voc), Sascha Tuxhorn (b,
voc), Amadeus Köhli (dr, g, voc) und Pola Jane O’Mara (voc). Ein
grandioses und komödiantisch ausgefeiltes Nebenrollen-Potpourri
arbeitet Thorsten Danner ab.
Die Bühne ist ein Proberaum mit ein paar Flight-Cases, viel
Trockeneis-Nebel und präzisen Licht-Effekten. Bei mehreren
Video-Interviews haben Bürgermeisterin Julia Lehner, "Ihre
Kinder"-Veteran Ernst Schultz, Schauspieldirektor Jan Philipp
Gloger und mehrere Schauspiel-Kollegen das doppelbödige Spiel
mitgemacht. Das Premieren-Publikum war begeistert, feierte das
Ensemble mit Standing Ovations und bekam als Zugabe noch ein
originelles "Take On Me" mit Casio-Orchester im Sitzkreis:
einer von vielen Aha-Effekten. "Orbit" hat auf jeden Fall
das Potenzial für einen Kassenknüller!
Und die Wiederaufnahme hat nichts von Abnutzungserscheinungen. Fulminant !!! Eine Art Comedia déll Arte in modernen Gewand mit viel Spielfreude ....
Ein verzweifelter Aufruf aus der Wärme ... (Nachtrag heute Do: 11kM Podcast)
Stalin hat in der Ukraine einen Hungerkrieg geführt. Putin führt gegen die Zivilbevölkerung seinen Kältekrieg.
(
In einer Karte kann man verfolgen welche Angriffe täglich geführt werden ... Und das seit fast 4 Jahren ( eine Materialschlacht, die an den Stellungskrieg im I.Worldwar erinnert -- nur mit vielfacher Verschleuderung von (eigentlich wertvollen) Ressourcen. Von den menschlichen Schicksalen abgesehen ... Die Zahl sagt zu wenig ...
Momentan höre ich die Podcastreihe vom Deutschlandfunk : Die Peter Thiel Story . Sehr aufschlussreich, weil es in der Entwicklung schon 30 Jahre zurückgeht! Peter Thiel ist der Strippenzieher hinter dem kulturellen Rechtsruck in den USA und einer der wichtigsten Unterstützer von Donald Trump. Mit Paypal und Facebook ist er reich geworden. Das ist die Geschichte des geheimnisvollen Tech-Milliardärs.
Dort wird eine Frau erwähnt, die mit vielgelesenen philosophischen Romanen den Traum vom Aufstieg der Tüchtigen befeuerte : Ayn Rand (mir bis heute völlig unbekannt - lebte von 1905 - 1982 - Auflage 30 Millionen)
Guter Artikel bei Infosperber von 2018 (1.Amtszeit Trump) : Ayn Rand zu lesen, macht keinen Spass. Im Gegenteil. Es erstaunt, um nicht zu sagen, erschreckt einen – zumindest einen Europäer – zu lesen, was ein menschliches Wesen, eine Frau, imstande ist zu schreiben – und damit einen Riesenerfolg zu haben: Ethisch ist, wer nur seine eigenen Interessen vertritt. Wer die Interessen anderer vertritt, handelt unethisch. Nur Egoismus schafft Freiheit und Gerechtigkeit. Die USA sind das edelste Land der Menschheitsgeschichte, weil sie das Eigeninteresse zum einzig richtigen moralischen Prinzip erhoben haben. Usw. usw.
Und doch muss Ayn Rand zur Kenntnis genommen werden. Als Warnung. Ihre Botschaft wirkt nach, ist präsent, ist eine der Wurzeln des US-amerikanischen Denkens und Fühlens: Nur der Egoist ist ehrlich, nur das Eigeninteresse zählt, nur der Selfmademan, der, mit welchen Methoden auch immer, zum Milliardär geworden ist, ist ein wahrer Held. – Wir müssen, gerade auch in Europa, zur Kenntnis nehmen, was da noch auf uns zukommen kann. Der überhandnehmende Neoliberalismus ist nur der Vorbote. Und Donald Trumps bisherige Finanz-Entscheide zugunsten der Reichen und Superreichen bestätigen den Trend.
Und das Jahr 2025 hat die weitere Entwicklung gezeigt !!
Vor 25 Jahren entwickelte ich die Wanderausstellung Energie-Erlebnis-Pfad. Zeitaufwendig, aber im Ergebnis anerkannt . Mit dem Geld für den Umweltpreis der Stadt Fürth hab ich mal ein gutes Sofa gekauft, das es heute noch gibt ....
Vor ca. 20 Jahren hatte ich meinen Dienstunfall. Mit zunehmenden Alter macht mir das vermehrt Beschwerden (Trümmerbruch linkes Handgelenk / Sehnenverkürzung rechter Ellenbogen)
Damals schon hatte ich Mühe unseren großen Garten und das gemietete Haus zu bewirtschaften.
Wir siedelten dann vor 15 Jahren in unsere 3-Zimmer Wohnung der Genossenschaft um. Einziges Manko: Kein separates Clo .... Das Haus wurde bald isoliert und die Felder im Westen sind noch nicht bebaut. So ist mir der Blick in die Abendhimmel ermöglicht ...
2012 ging ich dann ein halbes Jahr vor dem offiziellen Termin mit minimalen Abzügen in den Ruhestand.
Die Kinder waren schon lange aus dem Haus und ich konnte ausgiebige Wanderungen und Radtouren in Franken und der Oberpfalz unternehmen. So entdeckte ich dann auch:
Die Recherchen zu diesem Grab führten letzten Endes 2015 zu einem üblen Neonazi-Anschlag mit toter zerfetzter Ratte im Briefkasten und Hauseingang nebst Wandmalereien.
Ich glaube ja, dass dieses Ereignis meine ,sich danach entwickelte chronische Darmentzündung getriggert hat. Jedenfalls hab ich das jetzt schon 10 Jahre und die jetzige Behandlung in der Uniklinik durch regelmäßige Infusionen mit monoklonalen Antikörpern ist noch erfolgreich.
So weit - So gut
Dass ich die momentane Zeitenwende im globalen Gefüge mit weiter eskalierender Gewalt und Auf- und Umrüstung noch miterleben muss, trübt die Stimmung schon gehörig ein.
Der Kapitalismus erstarkt, der Kaiser von China verbrennt seine Hochseeflotte, in Europa wütet der Bauernkrieg. Ein Jahr, das unser Leben bis heute prägt.
Rund um das Jahr 1525 verändert sich die Welt: Das Aztekenreich fällt, die Bauernkriege enden und ein neues Denken beginnt. In der Renaissance zählt Wissen mehr als Glaube: Damals begann eine Fortschrittserzählung, die heute immer mehr Risse bekommt.
Gestern mit Sarah und Sophie bei den Steinkuglers bequem am Fensterplatz mit Versorgung den Umzug zur Michaeliskirchweih angesehen. Waren diesmal fast hundert Gruppen und dauerte 2 Stunden !! (Bilder hier)-- Das Ganze wurde im TV übertragen (Mediathek hier)
Besonders von Interesse war ja die Gruppe des Altstadtvereins. Uschi lief mit unserem ROLLZ mit und der Altstadtchor hatte dabei einige Lieder fürs dankbare Publikum:
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.....Hallo Rilke, soweit ist es noch nicht. Aber die Nächte sind schon sehr kühl, die Mauersegler haben sich mit ihren irren, pfeilschnellen Flügen verabschiedet, plötzlich ersetzt durch Schwälbchen, die flatternd und dann wieder elegant auf letzter Nahrungsaufnahme vor dem Abflug unterwegs waren. Die Stare sammeln sich in kleinen Schwärmen. Wer das Kommando übernimmt ist nicht auszumachen. Und dann diese unglaublichen Wolkenbilder im abendlichen Herbstlicht der immer knapper werdenden Tage. Diese Gaststätte in Burgstall wird es auch nicht mehr lange machen. Den Senior gibt es noch, stoisch und mit abweisender Haltung. Und er hatte schon den Kachelofen angeheizt. Der Jüngere konnte an diesem Wochentag - bei überschaubarer Gästezahl - alles alleine schaffen - bedienen und kochen ... Und dann fährt man mit der Bahn nach Bamberg, flankiert durch immensen Lärmschutz - nur kurz kann man mal rüber zum Hetzles oder auch zum Walberla den Blick öffnen. Dabei erhascht man auch mal die Sicht auf einige lost places - u.a. auf diese ehemalige Station Bruck: In dem ganzen Verhau ist nur noch die Beschriftung gut erhalten (soll denkmalgeschützt sein ...) . Alles andere zeugt von der Ignoranz des Konzerns.
Im Podcast "Teurer Fahren" wird wird gut recherchiert welche Ursachen dieses Disaster Bahn hat ....
Gestern hatten wir Besuch aus Australien (Bruder mit Frau) und wir sind raus zum Dutzendteich. Viel Gwerch, aber beim Gutmann fanden wir drinnen Platz und konnten zur allgemeinen Zufriedenheit essen. So sah es übrigens auch mal aus: Parkcafé Wanner (im Krieg zerstört / Neubau bis 2005 als Wanner betrieben / dann Gutmann )
1911
Geli hab ich dann mit dem ROLLZ um den Weiher geschoben (ein paar Schritte ist sie auch gelaufen). Zur Ökologie gab es mal Schautafeln (schon lange her). Die Kongresshalle ist momentan große Baustelle. Dazu gibt es einen guten Film von der Medienwerkstatt
Die Australier (mein Bruder nebst Frau) sind momentan auf Europatrip. Unter anderem auf Flusskreuzfahrt von Budapest nach Amsterdam. Vor einer Woche war ich in Regensburg und zufällig das Schiff auch. Wir machten aber keinen Treffpunkt aus. Einen Tag später war der Kahn in Nürnberg. Wir hatten nichts ausgemacht, da sie schon anderweitig unterwegs sein wollten. Wir hatten an diesem Tag Sophie und erst abends fand ich Zeit mit dem Rad am Kanal entlang Richtung Anlegestelle zu fahren. Ich war ziemlich spät dran und freute mich auf die Bockwurst bei Uschis Treff am Anleger . Vielleicht waren auch noch Schiffe da. An der Schleuse machte ich kurz Station. Dort ist eine der wenigen Stellen an der man in die Kammer reinschauen und den Vorgang der Schleusung von oben verfolgen kann. Gerade fuhr ein Schiff sehr, sehr langsam ein. Distanz zur Wand vielleicht 20 cm ! Ein Riesenpott.
Irgendwann konnte ich den Namen lesen und hab eine Whatsapp mit Bild zu meinem Bruder geschickt: Sie waren auf dem Schiff !
Ich schickte dann die Nachricht, dass ich nach der Schleusung mit dem Rad das Schiff überholen würde. Und wirklich: Man konnte ja nicht mehr aufs Oberdeck, aber an der Ausstiegsluke standen die zwei und wir konnten uns zuwinken. Ich fuhr auf dem Kanalweg noch eine Weile mit und wir riefen uns einiges zu. Ich musste sehr aufpassen, dass ich nicht ins Wasser fuhr ... Sie mussten dann auch rein: Besprechung der Reiseleitung ... Zur Bockwurst bin ich dann nicht mehr gefahren ...
Wir haben im Jahr 2005 vor meinem Unfall auch mal eine Flussreise auf einem wesentlich kleineren Schiff unternommen: Passau -Budapest und zurück. Ich fand diese Art des Reisens angenehm: Man hat seinen Platz und die Versorgung und bewegt sich im Radfahrtempo durch verschiedene Landschaften. Wir haben einige dieser Ausflüge mit dem Bus nicht mitgemacht. Dadurch konnten wir z.B. die Wachau in Ruhe genießen ... Letzte Woche in Regensburg konnte ich Richtung Steinerne Brücke noch etwas von "OverTourismus" erleben...
Heute mit vielen, vielen ihrer FreundInnen aus nah und fern, vielen die sie kannten und mit engerer und weiterer Verwandtschaft die Urnenbeisetzung. Sophie hat die Kerze von der Halle zur Grabstelle getragen ...
Ich habe meine eigenen kleinen Erinnerungen an unsere seltenen Begegnungen ...
Für mich war das Jahr 1968 weichenstellend: Abitur und schwierige Studienplatzentscheidung. Politisierung im Verlauf der Studentenproteste und Aufbruchstimmung ... Deshalb im Blog Spuren neu:
Nach den etwas nassen Pfingsttagen bin ich ab und zu mit dem Rad in der näheren Umgebung rumgefahren. Als es wärmer wurde, nur noch ziemlich früh am Morgen mit tollen Stimmungen. Am letzten Donnerstag dann die Katastrophe: Als ich heimkam war Geli total aufgelöst und Kim hat mir später den Polizeibericht der Pressestelle geschickt:
Schwerer Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen
Ein 30-jähriger Fahrer eines Mercedes befuhr um 16:44 Uhr die B 313 von Meßkirch in Fahrtrichtung Inzigkofen und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw, was dazu führte, dass eine Verkehrsteilnehmerin verstarb und der Fahrer des Mercedes sowie ein weiterer Verkehrsteilnehmer schwer verletzt wurden. Dabei kam der Fahrer des Mercedes kurz vor Engelswies in einer langgezogenen leichten Rechtskurve komplett auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Peugeot, welcher von einer 33-jährigen Frau gelenkt wurde. Hinter dem Peugeot war ein 26-jähriger Mann mit einem Ford Transit unterwegs, welcher somit ebenfalls dem Mercedes entgegenkam. Nach dem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Mercedes und dem Peugeot krachte der Mercedes im weiteren Verlauf in diesen Ford Transit. Alle 3 Fahrzeugführer befanden sich jeweils alleine im Fahrzeug. Bei dem Verkehrsunfall verstarb die 33-jährige Lenkerin des Peugeot noch vor Ort an der Unfallstelle. Die beiden anderen Verkehrsteilnehmer wurden jeweils schwerverletzt in eine Klinik eingeliefert. Alle 3 beteiligten Fahrzeuge mussten durch ein Abschleppunternehmen abgeholt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf circa 30.000 Euro. Die Straße war ab dem Unfallzeitpunkt für mehrere Stunden voll gesperrt. Vor Ort war ein Großaufgebot der Rettungskräfte eingesetzt. Dabei wurde ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber an den Einsatzort verbracht. Die Experten der Verkehrsunfallaufnahme der Verkehrspolizeiinspektion Sigmaringen haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, welche bislang noch unklar ist. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde durch die eingesetzten Beamten der Führerschein des Mercedes-Fahrers einbehalten.
Und es war Lisa, die Schwester von Sarah und Tante von Sophie! Und vor zwei Wochen erst hatten sie, Kim und die Omi sie erst übers Wochenende im Schwäbischen besucht !!! Wir sind alle ziemlich fertig. Am Unfall hatte sie keinerlei Schuld ! Nur eben zur falschen Zeit am falschen Ort begegnet man einem Raser ....
Das Bild vom Unfallort erspare ich mir ....Ergänzung heute 14.7.: Da das Unfallbild schon weitergegeben wurde und ich es sowieso nicht aus dem Kopf kriege, hier
Habe mit Mühe und vielen Pausen ein Geschenk gelesen: Michael Hampe "Wozu? Eine Philosophie der Zwecklosigkeit" -- Laaangweilig !! Wahrscheinlich war es eine Empfehlung des Philosophie Magazins ... Der Schenker hat es zwar auch gelesen, konnte sich aber inhaltlich nicht mehr erinnern. Ein fruchtbares Gespräch konnte so nicht stattfinden ...
Ganz anders: Erich Fromm // Mit Eifer hatte ich in der Studentenzeit gelesen "Die Kunst des Liebens". Später als Junglehrer "Haben oder Sein". Hat mich sehr beeinflusst und in meiner Haltung der Konsumkritik bestätigt. Und dieses Buch ist immer noch aktuell (und verständlich geschrieben).
Nach meiner Erkundung vom Mittwoch bin ich mit Geli und dem ROLLZ am Ostermontag zur näheren Inaugenscheinnahme nochmal zum Regensburger Viertel gefahren. Das Café dort war offen (etwas minimalistisch, aber mit recht netten Betreibern). Das neue Viertel ist keine Schwammstadt ! Viel Betonpflaster, wenig Grün. Aber durch die bunte Architektur fürs Auge angenehm.
Wir haben uns dann noch mehr für das Gelände des ehemaligen Altersheim nebst Neubau interessiert. Wie schon erwähnt wurden die Gebäude nach Plan von Albert Speer für Arbeitskräfte errichtet, die den Bau des Reichsparteitagsgeländes verwirklichen sollten.
Die Häuser (hier Bildserie 1 / Bildserie 2 / Bildserie 3) sind erst 1939 erbaut worden und durch den Kriegseintritt gab es keine Reichsparteitage mehr und der Weiterbau stockte. Meine Recherchen ergaben nicht, dass dort dann Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene einquartiert wurden. Da waren eher die Langwasserlager vorgesehen...
Am Mittwoch auf neuen Fahrradstraßen durch die Fürther und Nürnberger Südstadt nebst Ortsteil Höfen Richtung Dutzendteich. Entdeckung: Neues Regensburger Viertel. Die Fotos der Projektsteuerung zeigen die komprimierte Form des Projekts. Eingezwängt zwischen Bahn und Regensburger Straße war das wahrscheinlich die einzige Möglichkeit dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Momentan wirkt das Ganze noch recht steril. Aber man hat nicht den ganzen "Steckerleswald" niedergemacht ...
Das Gelände hat ja wie die Umgebung auch eine NS-Vergangenheit: Eine Tafel in der Nähe erläutert den Zusammenhang. Gleich weiter südlich kann man gleich noch an den Gebäuden der ehemaligen Arbeiterunterkünfte vorbeigehen. Auch kleinere Baracken (denkmalgeschützt ?) sind noch vorhanden. In diesem Gebiet war ich noch nie ...
Nach der NS-Zeit wurde das Ganze umgewidmet und es entstand das August-Meier-Heim. Der Neubau des Altenheims ist schon fertig und belegt. Ich bin dann weiter Richtung Tiergarten am Valznerweiher vorbei gefahren und dann im Schmausenbuck zur Buchenklinge hoch. Ruhiger Rastplatz ....
Bei der weiteren Umrundung des Tiergartens fährt man unter dem Klimawaldpfad hindurch ...
Auf Phönix gesehen: phoenix persönlich: Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke zu Gast bei Inga Kühn (Inga Kühn spricht mit dem Politikwissenschaftler und Juristen Albrecht von Lucke u.a. über die Auswirkungen des Attentats in Solingen auf die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, die Gefährdung der Demokratie und die Bedeutung des Themas Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger.) Sehr fundiert !
Ich habe jetzt mal ein Probeabo der Zeitschrift "Blätter für deutsche und internationale Politik " geordert .... Kommt einmal im Monat und scheint auch recht fundiert zu sein ... (Hab ich in der 68er Zeit öfter gelesen)
Der Psychologe Ahmad Mansour beschäftigt sich seit Jahren mit islamistischen
Extremismus und fordert nachhaltige Strategien gegen Radikalisierung
junger Menschen. Im Interview mit t-online erklärt er, wo sich junge
Menschen heute radikalisieren und welche Bedeutung der 7. Oktober dabei
spielt.
Aufgrund seines Engagements gegen Islamismus lebt er unter ständigem Polizeischutz. Dazu ein Film in der ARD-Mediathek....
Hier noch ein Artikel, der schon 10 Jahre alt ist, aber immer noch aktuell!
Insgesamt alles recht kompliziert - aber mit konsequentem Handeln und viel Engagement in Teilen zu bewältigen ...