Carl Amery

 Leider nie etwas von ihm gelesen. Eine Sendung des BR hat mich erst jetzt auf ihn aufmerksam gemacht:

Carl Amery, der Linkskatholik ... Da hab ich in den 70ern schon etwas versäumt ...

Wer ihn kennenlernte, war sofort vom urbayerischen Charme dieses Sprachspielers ebenso fasziniert wie von seiner aufklärerischen Leidenschaft und politisch-philosophischen Weitsicht. Als ökologischer Denker blieb er grundsätzlich ein Radikaler angesichts der immer weiter fortschreitenden Verwüstung der Erde, der sich mit seinem Lebensthema wissenschaftlich und literarisch auseinandersetzte auf der Suche nach einer Kultur der Ökologie. Als letztes Buch erschienen gerade die von ihm herausgegebenen "Briefe an den Reichtum". Darin heißt es einfach und treffend: "Die Absicht . . . ist schlicht Aufklärung".

NN Kunstpreis 2022

 Da gestern die Temperaturen erträglich waren, machte ich mich auf, um die Ausstellung für den NN-Kunstpreis anzusehen.Erfreulich ist es, dass Axel (ein Freund von Kim) den ersten Preis bekommen hat.


Besonders hat mir gefallen das Portrait angefertigt von Susanne Bücherl. Blei, Kohle, Graphit !!

Leider im Rahmen hinter Glas, was dann spiegelt ...

 

Fasziniert hat mich dann auch das Meeresbild von Sonja Weber:Es ist ein gewebtes Bild !

Die Sache mit "nomen est omen" wollen wir lieber nicht erläutern, weil es sich bei Sonja Webers gewebten Bildern nicht um traditionelle Textilkunst handelt. Der handwerkliche Aspekt der Weberei steht keineswegs im Focus ihrer Arbeit. Vielmehr changiert sie zwischen den Medien Fotorealismus, Computerkunst, Textilkunst und Tafelmalerei. Das Ergebnis ist ein Jacquard-gewebe, das sie auf einen Keilrahmen spannt. Die Grundlage für die Darstellung von Wasser, Wolken und Haaren bildet eine von ihr aufgenommene Fotografie, die sie bearbeitet und auf einem computer-gesteuerten Webstuhl umsetzt in ein sehr feines Gewebe, das eine irisierende Oberfläche aufweist.

Volker Schildmann, ein Künstler, der in Armut lebt, war auch dabei. Er ist mir mit seinen ironischen Kleinwerken schon öfter aufgefallen ...


Beerbach

 Beerbach ist schon seit Jahrzehnten ein Lieblingsort (der sich noch nicht so sehr zum Ungunsten verändert hat). Mit den Kindern waren wir oft am Schlittenhang von Tauchersreuth. Ein kleiner Schlepplift hat sich bei den damaligen Schneemengen für den Bauern noch gelohnt.

Auch zum Wandern mit Einkehr beim Wiethaler oder beim Fensel ist die Gegend immer wieder schön. Wir haben in der Nähe auch noch ein schönes Dorfcafe entdeckt.


Das Ensemble des Pfarrhofs ist ein Kleinod

Seit ein paar Jahren kaufen wir von der Frau des Pfarrers immer wieder eine größere Ladung von köstlichen selbstgemachten Marmeladen ab. Leider muss sie jetzt länger pausieren, da sie wg. Blutkrebs eine Behandlung mit Stammzellen hat. Hoffentlich geht alles gut !

Holzbiene

 Sie ist wieder da ! Ein faszinierendes Wesen .... Dieses Mal schon einen Monat früher.

Kanadische Indianer

 Die Pilgerreise des Papstes zur Buße nach Canada wurde auch kritisch gesehen.

Schon vor 32 Jahren hat Phil Fontaine das Vorgehen der katholischen Kirche (mit Unterstützung der kanadischen Regierung) zur Einrichtung der Residential Schools angesprochen. Schon vor hundert Jahren trennte man Kinder von ihren indigenen Familien und wollte sie dort zu zivilisierten Menschen erziehen... (aus der SZ)

Der Vorgang erinnerte mich an meine Reise 1996 von Alaska nach Vancouver. Damals hatte ich auch einige interessante (und auch traurige) Begegnungen mit meinen Freunden in Reservaten an der Ostküste.

 
Die Situation der Indigenen ist mehr als tragisch zu bezeichnen ! Der Wissenschaftler Manuel Menrath hat ein interessantes Buch geschrieben..Hier ein Interview. Über die Lage der Indianer in Kanada gibt es hier einige Podcasts.