Wahlnotiz 25/3

Die Wahlprogramme von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP haben eines gemeinsam: Sie kündigen Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger an.  Die Wirtschafts­institute IW und DIW haben sich die Finanzierung angeschaut und ausgerechnet, wer bei welcher Partei besonders profitiert.
Hier kann man sich recht detailliert ansehen, welche Einkommensgruppen davon profitieren würden...

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft sieht für die im Wahlkampf versprochenen Steuerentlastungen nicht viel Spielraum.

Insbesondere die Pläne von CDU und FDP seien im Rahmen der Schuldenbremse nicht umsetzbar, sagte Direktor Hüther der „Süddeutschen Zeitung“. Beim Bürgergeld und bei den Flüchtlingskosten ließe sich zwar etwas sparen. Das Volumen liege aber nicht in der Größenordnung von 90 Milliarden, die beispielsweise die Union an Entlastungen verspreche. Hüther verwies in diesem Zusammenhang zudem auf notwendige staatliche Investitionen in den kommenden Jahren, darunter in Straßen, Schienen und andere Infrastruktur.

Was die Wirtschaft von der Politik brauche, sei ein verlässlicher Plan, sagt Ökonom Oliver Holtemöller. Die Versprechen der Parteien zur Bundestagswahl 2025 seien aber nicht finanzierbar. Die wichtigsten wirtschaftspolitischen Themen sind Holtemöller zufolge Investitionen, Bürokratieabbau und die hohen Abgaben. Die hohen Angaben, etwa für die Krankenkassen, würden durch den demografischen Wandel verursacht.Dennoch könne es 2025 für die Wirtschaft bergauf gehen, auch aufgrund der steigenden Löhne.

Und dann gibt es noch andere Irrlichternde ....Teilweise mit großen Unwägbarkeiten ...



Eine Übersicht der Wahlprogramme (Stand Dez) kann man sich hier reinziehen ... Den Wahlomaten gibt es erst ab 8.Februar ....

Literatur 25/2 und Wahlnotiz 25/2

 Jetzt das dickste Geschenkebuch gelesen:



Die Vorgeschichte des Romans kann man hier ausführlicher nachlesen ... Kurz: Basiert auf einem Episodenroman, den Jan Weiler im Auftrag der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) geschrieben hat. "Die Summe aller Frauen" hieß dieser - soll meinen, dass ein Mann das Ergebnis der Frauen in seinem Leben sei. Der  Roman "Munk" ist eine ausführlichere Version dieser ehemaligen Wochenend-Essays. 
Lässt sich angenehm lesen. Der Schluss ist verblüffend:
Zitat Weiler: Das Vergnügen besteht einfach darin, noch mal alles auf links zu drehen, Erwartungen zu übertreffen und mit den Überraschungen vielleicht auch die Erkenntnisse der vorangegangenen Erzählung zu konterkarieren.
Rezensionen sind sehr verschieden: 
Aus der WAZ:Nicht nur Marcel Reich-Ranicki würde fragen, warum einen dieser Mensch interessieren sollte. Diese Kalamitäten und harmlosen Widrigkeiten eines gut ausgepolsterten Lebens. Und ein anderer Sachverständiger aus der Fernseh-Unterhaltung würde einwerfen: „Drama, Baby, Drama!“ Zwischendurch gelingen Jan Weiler immer wieder kleine Scherze, mittelgroße Satiren und zärtliche Ironien. Aber auf die Dauer ist das zu wenig, um mit Freude umzublättern. (Mir hat es genügt ...)
Beim WDR (Christine Westermann): Munk macht eine Liste mit den Frauen seines Lebens. Sie beginnt mit Nadja, es folgen Judith, Nicole, Ana, Maja und irgendwann verliert man beim Lesen den Überblick, was einem aber herzlich egal sein kann. Weil die Geschichten fein erzählt sind, mit gutem Humor und angenehmer Nachdenklichkeit.
Kein lahmes Beziehungsgeschwätz und immer genug Drama, um sich nicht eine Sekunde zu langweilen. Ein Roman, der im besten Sinne unterhaltend ist, weil Jan Weiler mit Sprache umgehen kann.

Fundsache zur Wahl:

MarcelFratzscher, der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat die Versprechungen der Parteien für die Augsburger Allgemeine Zeitung unter die Lupe genommen und sagt: "Was mich schockiert, ist, dass die Parteien die Wähler und die Wählerinnen hinters Licht führen wollen."

Die FDP kündigt 138 Milliarden Euro Steuerentlastungen vor allem für Spitzenverdiener an, die Union 99 Milliarden, die Grünen 48 Milliarden und die SPD 30 Milliarden Euro. Deutschland, so Fraztscher, brauche aber jährlich zusätzliche Investitionen von 40 Milliarden Euro in Straßen, Schienen, Brücken und Schulen sowie 30 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich für die Bundeswehr.

"Diese großen Beträge können nicht aus den laufenden Ausgaben herausgespart werden", sagt der Ökonom und betont, dass die Wahlversprechen der Parteien "so extrem wie noch nie" seien.

Literatur 25 / 1 und Wahlnotiz 25/1

 Zu meinem Geburtstag hat man mir einige Bücher geschenkt. Hab jetzt erst mal das dünnste gelesen ...


Hintergrund ist, dass Charly Hübner, den ich eher als Kommissar beim Polizeiruf 110 kenne, ein Hörbuch eingelesen hat zur Buchreihe von Uwe Johnson (verst.84) mit dem Titel "Jahrestage". Schon länger beschäftigt er sich sehr viel mit dem Autor und macht hier den Versuch ihn zu erklären. Außerdem greift er dabei auch aktuelle Ereignisse auf.(Hier ein kurzer NDR-Beitrag zu Johnson und interessanter Ausschnitt der Hörbuchaufnahmen mit Caren Miosga). Uwe Johnson habe ich noch nicht gelesen und werde ihn wahrscheinlich auch nicht lesen (zu kompliziert). Hübner ist offensichtlich fasziniert von Johnsons Werk. Es spiegelt viele Facetten der Welt, die Hübner in anderen und ähnlichen Zusammenhängen erlebt hat (hier bei Ringlstetter). Mir hat das Büchlein einige neue Aspekte gezeigt und als Tipp bleibt:

 »Charly Hübners Buch ist der grossartig lustvolle Versuch, noch einmal ganz neu zu lesen, so etwas wie gespannte Gelassenheit bei der Lektüre zuzulassen. Am besten sei es, seine Romane so langsam zu lesen, wie er sie geschrieben habe, hat Uwe Johnson einmal gesagt. Mit Charly Hübner kann man das lernen.« ("Neue Zürcher Zeitung")

Notiz 1 zur anstehenden BundestagswahlSieben Punkte zur Rettung der SPD - Salonkolumnisten

Sollte ich Klingbeil ( der Kommende ?) vielleicht  mal zukommen lassen ....

Der Weg ist das Ziel

 Gestern Rundreise mit RE 38 gemacht. Der Zug umkreist die "Fränkische" und von Bamberg aus kommt man dann gut wieder heim.

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Nach Bayreuth etwas in unbekanntem Revier. Trebgast noch nie gehört. Wirsberg schon eher (Koch Herrmann ...). Die Strecke Bayreuth - Kulmbach ist größtenteils dort noch eingleisig. Wartezeit wenn es Begegnungsverkehr gibt. 

Auf der Fahrt kreuzt man weißen und roten Main, kommt zum Zusammenfluss bei Mainleus und fährt dann bequem und schnell durchs obere Maintal mit Aussicht auf Vierzehnheiligen, Schloss Banz und Staffelberg. Diese Tour werd ich im Sommer nochmal machen. Deutschlandticket lohnt sich immer noch ....

Opernhaus Bayreuth

 Gestern mit den Nürnbergern nach Bayreuth mit dem schnellen RE (1 Std.) Zuerst in das Cafe / Restaurant Ponte zum Aufwärmen, da das Wetter etwas frostig war. Gutes Angebot, etwas hochpreisig - im Sommer bestimmt schön, da Außensitze am Roten Main Kanal ... Dann quer gegenüber zum Markgräflichen Opernhaus.



War ja letztes Jahr schon dort und besonders von der Ausstellung im Nachbargebäude begeistert. Sophie war gut beschäftigt, da einiges für Kinder gut aufbereitet ist. Es gibt auch eine sehr gute App , die sich auch zur Vor- bzw. Nachbereitung empfiehlt ... Da das Wetter recht schmuddelig wurde (Nassschnee) sind wir dann mit der nächsten Bahn zurück. Es gibt alle halbe Stunde einen Zug und da man mit dem Tagesticket des VGN fahren kann recht bequem ...