Kermani Ausnahmezustand

 Es regnet sich ein! Deshalb habe ich zu Ende gelesen: Ausnahmezustand (Reisen in eine beunruhigte Welt) von Navid Kermani. Vor 10 Jahren als Buch erschienen und die zugehörigen Zeitungsreportagen noch älter. Manch Kritiker empfanden seine Reportagen durch die Zeitläufe überholt - ich meine eher, dass sogar heutige Katastrophen sich in seinen Berichten ankündigen. 


woanders

Aus einer RezensionKermanis Reportagen zeichnen sich durch eine große Nähe zu den Menschen, denen er begegnet, sowie durch eine kluge Reflexion und Einordnung seiner Beobachtungen aus. Er ist an Orte gereist, an denen sich die Gewalt eingenistet hat, Menschen sich an unmenschliche Umstände gewöhnen mussten und gezwungen sind, inmitten von Verheerungen zu existieren: Kaschmir, Indien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Syrien, Palästina und, als einzige europäische Station, Lampedusa. Wie er von dort berichtet, umsichtig und mit Blick fürs Detail, angesichts drastischer Zustände auf jeden schrillen Ton, auf jede Effekthascherei verzichtend, hebt seine Reportagen in den ersten Rang des Genres.

So übersättigt die meisten Leser an Berichten aus Krisen- und Kriegsregionen sein dürften, gelingt es Kermani doch, einen neuen, unverbrauchten Blick gerade dort zu eröffnen, wo zuvor Unmengen von Meldungen das Terrain medial vermeintlich abgedichtet hatten.

Man steht dem Ganzen fassungslos gegenüber und hofft doch auf gute Lösungen ....

bei uns




Bahnfahrt Pegnitztal

 Heute mit dem schnellen Regionalexpress bis Neuhaus. (Richtung Bayreuth // saust in einer halben Stunde ohne Halt durch // Neigetechnik ). Bin eine Station weiter bis Pegnitz gefahren. Dort tote Hose (kein Cafe) - deshalb nächste Gelegenheit zurück nach Neuhaus - dort guter Anschluss an Regionalbahn RB 30 nach Nürnberg. Gemütlich durch Tunnels und an der Pegnitz entlang nach Hersbruck. Der Zug (Baureihe 622 ruhiger Diesel) begeistert - viel Platz für Fahrräder , Panoramafenster, noch sehr neu ...

Also für (Rad) Ausflüge zu empfehlen.. In Hersbruck war wieder tote Hose ....aber kleiner Rundgang.

Samstag wahrscheinlich mehr Leben ...

Wieder mal

 

Nach langer Zeit wieder mal Essen in Deberndorf beim Rögner. Diesmal mit dabei Sophie, die Enkelin. Ein Phänomen: Versunken in die Lektüre von Micky Mouse .... Sehr gut gespeist: Perfekter Sauerbraten !

Bei Hüttendorf im Dorfladen hab ich tags zuvor Butterkuchen mitgenommen: Ein Gedicht !


Sulzbach-Rosenberg

 Am Mittwoch Fahrt mit dem Regionalexpress nach Sulzbach-Rosenberg. Lauter Diesel und Nachfolger des Pendolino. Gute Neigetechnik der Baureihe 612. In Neukirchen wird der Zug geteilt in RE 40 nach Regensburg über Schwandorf und RE 41 nach Furth im Wald. Da auf der Strecke kaum Lärmschutz gebaut ist herrliche Sicht in die Hersbrucker Alb und Oberpfälzer Landschaften. Für den Fahrradtransport mit dem E-bike nicht zu empfehlen. 3 stufiger enger Einstieg !! Eigentlich bin ich dort hin gefahren um beim Ostermann Schnaps zu kaufen. Hab mich aber dann doch erst oben bei Schloss und Marktplatz aufgehalten.



Und dann war eine Fehlinformation bei Google Maps. Die Destillerie war nicht zu finden. Etwas herumgeirrt und viel Leerstand und verrottete Gebäude gesehen. Nicht das was im Werbefilm gezeigt wird... Am nächsten Tag bin ich nochmal hingefahren und hatte bei einer Stunde Aufenthalt das Geschäft gefunden....

Iphofen

Weitere Fahrt mit dem Deutschlandticket: Regionalexpress nach Iphofen (40 Min) . Zuerst mäandernd durch den Ort. Bekanntes wieder gesehen, Neues entdeckt. Besuch des Knauf Museums. Letzter Tag von zwei Sonderausstellungen: Baukästen/ Orientschmuck ... 




Dann Kaffeepause beim Franzensbäck. Herrlicher Apfel-Johannisbeer-Streusel !! (Es gibt noch eine andere Bäckerei: Brönner. An einem Werktagsbesuch wird mal Brot mitgenommen !) 

Danach zur geöffneten MAXART-Galerie (Immer wieder kam ich vorbei-aber sie war damals geschlossen) Ich war allein dort und durfte mich ausführlich umschauen. Besonders haben mir gefallen die Holz-Skulpturen der Verginer : Dazu ausführlicher  in meinem Blog Spuren.


Dann habe ich noch den Herrengraben außerhalb der Stadtmauer begangen und somit den Altort umrundet. Es gibt 10 Dinge, die man in Iphofen erleben soll. Jenseits vom Wein, hab ich mehr erlebt... Aber die Bilder sind toll ..